Infrastruktur

Lokales Klimahandeln basiert auf Initiativen, die durch verschiedenste Faktoren und Ziele angestoßen worden sein können. Die entsprechenden Strategien und Anpassungsprozesse sind daher häufig eng mit den spezifischen örtlichen Gegebenheiten verbunden. Nichtsdestrotrotz lassen sich gerade hier im Austausch wichtige Lerneffekte auf allen Ebenen erzielen. Diese an verschiedenen Beispielen – von der Mobilität im ländlichen Raum bis zur Fortschreibung der UN-Habitat Agenda – zu verdeutlichen ist Ziel des Clusters „Infrastruktur“.

Cluster Lead: 

Holger Robrecht (CV)

Rapporteur: 

Feres Mezghani (CV)


Klimafolgenanpassung (WS 10)

01/10/2015, 13:30 Uhr
Raum 3, EG

Angesichts der bisherigen Entwicklungen und eingedenk der großen Herausforderungen bei der Reduktion der Treibhausgasemissionen müssen wir in jedem Fall mit erheblichen Folgen des Klimawandels rechnen. Extreme Wetterereignisse, Trockenheits- und Hitzeperioden stellen Kommunen zunehmend vor große Herausforderungen. Dabei sind die Vorhersagen von Unsicherheiten gekennzeichnet und es ist klar, dass Klimafolgen kleinräumig sehr differenziert sein werden. Deshalb ist die Klimaanpassung primär eine lokale bis regionale Aufgabe. Anpassungsprozesse und Steigerung der Resilienz sind in der Kommunal- und Stadtentwicklung eng mit den jeweiligen spezifischen örtlichen Gegebenheiten verbunden. Verschiedenste Akteure und Interessen müssen berücksichtigt und eingebunden werden, wenn Kommunen sich gegen die Folgen von Überflutungen oder Hitze wappnen.

Der Workshop ermöglicht den Austausch von Erfahrungen mit den Anpassungsaktivitäten kommunaler Behörden (einschließlich Werkzeugen und Technologien) sowie die Identifikation wichtiger Schritte, Hindernisse und Erfolgsfaktoren. Außerdem werden erforderliche und mögliche Schritte für eine weltweite Anpassung auf kommunaler Ebene diskutiert.

Dorah Marema, GenderCC Southern Africa
Susanne Hempen, BMUB
Cordine Lippert, Stadt Potsdam
Mr Moumini Savadogo, IUCN Burkina Faso

Moderation:
Holger Robrecht, ICLEI

Template WS 10 - Adapting to Climate Change


Energieeffizientes Bauen und Sanieren (WS 11)

01/10/2015, 15:30 Uhr
Raum 3, EG

In vielen Ländern ist der Anteil an CO2 Emissionen aus der Nutzung von Gebäuden signifikant. Beispiel Deutschland: Hier verbuchen öffentliche und private Gebäude für Heizung, Warmwasser und Beleuchtung einen Anteil von 40 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs und stehen damit für fast 20 Prozent des gesamten CO2-Ausstoßes. Deshalb sind energieeffizientes Bauen und Sanieren zentral für den Klimaschutz. Hier spielen die Kommunen und lokale Akteure eine sehr wichtige Rolle – sowohl im Hinblick auf kommunale Liegenschaften, als auch in der Zusammenarbeit von Kommunen mit privaten Investoren und örtlichen Unternehmen.

Die Steigerung von Energieeffizienz in Gebäuden funktioniert, wenn die richtigen Anreize und Rahmenbedingungen für Neubau und Sanierung geschaffen werden. Langfristig entsteht so ein klimaneutraler Gebäudebestand, der entscheidend zu Klimaschutz und Resilienz der Kommunen beiträgt. In Deutschland – wie auch in anderen Ländern - gibt es bereits eine Fülle von Erfahrungen mit kommunalen Projekten, nationalen Programmen und Kampagnen, von denen einige hier gezeigt und zur Diskussion gestellt werden sollen.

Astrid Hoffmann-Kallen, Landeshauptstadt Hannover
Dr.-Ing. Klaus Habermann-Nieße, plan zwei Stadtplanung und Architektur
Hans Erhorn, Fraunhofer IBP
Andreas Skrypietz, Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), Zentrum für Umweltkommunikation (ZUK)
Gerald Kampert, Stadt Dortmund

Moderation:
Sarah Rieseberg, arepo consult
Anne Dahmen, adelphi

Template WS 11 - Energy-Efficient Building and Construction


Klimaschutz als Teil der New Urban Agenda - Nachhaltige und lebenswerte Städte durch kommunale Klimapolitik (UN Habitat) (WS 12)

02/10/2015, 09:00 Uhr
Raum 3, EG

Die UN Conference on Housing and Sustainable Urban Development (Habitat III), die in Quito, Ecuador vom 17. bis 20. Oktober 2016 stattfinden wird, wird zur Verabschiedung eines neuen Rahmendokuments für die globale Entwicklung von Städten während der nächsten 20 Jahre führen, der New Urban Agenda.
Dieser Rahmen wird die Rolle der Städte bei der Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele - vor allem das veranschlagte Ziel 11 über inklusive, sichere, widerstandsfähige und nachhaltige Städte und menschliche Siedlungen - und das Klimaabkommen ansprechen, indem handlungs- und umsetzungsorientierte Richtlinien und Strategieempfehlungen entwickelt werden.

Das Ziel des Workshops ist, den Habitat III-Prozess näher zu betrachten. Er rückt verschiedene Aspekte kommunaler Klimahandlungen in den Fokus und befasst sich insbesondere mit der Frage, wie diese mit anderen Zielen der nachhaltigen Städteentwicklung verknüpft werden können. Der Klimaschutz darf nicht gegen andere wichtige Ziele wie die wirtschaftliche Entwicklung, verbesserte Inklusion und die Bekämpfung von Armut ausgespielt werden. Wir möchten darüber sprechen, wie grüne, klimafreundliche Ansätze zur Städteentwicklung zu besser integrierten, inklusiveren und lebenswerteren Städten beitragen.

Rafael Tuts, Coordinator Urban Planning and Design Branch, UN-Habitat
Monika Zimmermann, Deputy Secretary General, ICLEI World Secretariat and Member of Habitat III Policy Unit #8
Sergio Angón Rodrígues, Deputy Director of Environment, Municipality of Xalapa, Veracruz, Mexico
Dr Nguyen Quang, Programme Director UN Habitat, Vietnam
Eva Jähnigen, Deputy Mayor, City of Dresden, Germany

Facilitation:
Dr Vera Rodenhoff, Federal Ministry for the Environment, Nature Conservation, Building and Nuclear Safety

Template WS 12 - Climate Action as Part of the New Urban Agenda (UN Habitat)


Klimaschutz macht mobil! Mobilität in ländlichen Regionen (Difu) (WS 09)

02/10/2015, 09:00 Uhr
Raum 6, UG

Durch lange Fahrtwege auf dem Land machen verkehrsinduzierte Emissionen einen erheblichen Teil des spezifischen Treibhausgasausstoßes aus. Zugleich sind zur Teilhabe von Jung und Alt am öffentlichen Leben die Mobilitätsangebote ohne eigenes Auto wesentlich für die Attraktivität und Zukunftsfähigkeit einer Region. Für eine nachhaltige Mobilitätsentwicklung in ländlichen Regionen diskutieren wir verschiedene Wege, wie in der Praxis mit den besonderen Herausforderungen umzugehen ist. In diesem Workshop werden gute, kommunale Beispiele aus ländlichen Regionen vorgestellt und mögliche zukünftige Entwicklungen von Mobilität auf dem Land diskutiert. // Dieser Workshop wird vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) ausgerichtet [German Institute of Urban Affairs]

Dr. Timo Barwisch, Büro plan:mobil, Kassel (CV)

Martin Scheuermaier, Vorarlberg Mobil, Amt der Vorarlberger Landesregierung, Österreich (CV, pdf)

Gunnar Heipp, Internationaler ÖPNV-Verband UITP und Münchner Verkehrsgesellschaft (CV)

Moderation: 
Jörg Thiemann-Linden, büro thiemann-linden stadt & mobilität (CV)

Template WS 09 - Climate-Friendly Mobility in Rural Areas

 

 

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